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VIN-Validator: Fahrzeug-Identifizierungsnummern prüfen

Veröffentlicht 6 Min. Lesezeit
In diesem Artikel

Was ist eine FIN?

Eine FIN (Fahrzeug-Identifizierungsnummer, englisch VIN) ist ein eindeutiger 17-stelliger Code, der jedem seit 1981 gefertigten Kraftfahrzeug zugewiesen wird. Wie ein Fingerabdruck für Autos verschlüsselt die FIN Informationen über Hersteller, Fahrzeugspezifikationen und Produktionsdetails.

FINs sind international durch die Norm ISO 3779 standardisiert und werden von Herstellern, Händlern, Versicherern, Strafverfolgungsbehörden und Fahrzeughistorie-Diensten genutzt, um jedes Fahrzeug über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg eindeutig zu identifizieren und zu verfolgen.

Aufbau einer FIN

Eine FIN gliedert sich in drei Abschnitte, die jeweils unterschiedliche Informationskategorien verschlüsseln.

  • WMI (World Manufacturer Identifier) — die Positionen 1–3 kennzeichnen den Hersteller und das Herkunftsland. So steht beispielsweise 1G1 für einen in den USA gebauten Chevrolet
  • VDS (Vehicle Descriptor Section) — die Positionen 4–8 beschreiben Fahrzeugmodell, Karosserieform, Motor und Getriebe
  • Prüfziffer — Position 9 ist ein berechneter Wert, der ungültige FINs erkennt (eine nordamerikanische Anforderung)
  • VIS (Vehicle Identifier Section) — die Positionen 10–17 umfassen das Modelljahr, das Montagewerk und die fortlaufende Produktionsnummer

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So funktioniert die FIN-Validierung

Die FIN-Validierung prüft Format, Zeicheneinschränkungen und die mathematische Prüfziffer (bei nordamerikanischen Fahrzeugen).

  • Längenprüfung — eine FIN muss exakt 17 Zeichen lang sein
  • Zeicheneinschränkungen — FINs verwenden die Ziffern 0–9 und die Buchstaben A–Z, ausgenommen I, O und Q (um Verwechslungen mit 1, 0 und ähnlichen Zeichen zu vermeiden)
  • Prüfzifferverifikation — jedem Zeichen wird ein Zahlenwert zugewiesen und mit einer Positionsgewichtung multipliziert. Die Summe modulo 11 muss der Prüfziffer an Position 9 entsprechen

Häufige Anwendungsfälle

Die FIN-Validierung ist in der Automobil-, Versicherungs- und Regulierungsbranche unverzichtbar.

  • Fahrzeughistorie-Berichte — Dienste wie Carfax und AutoCheck nutzen FINs, um Unfall-, Wartungs- und Besitzverläufe zusammenzustellen
  • Versicherungsabwicklung — Versicherer validieren FINs, um Fahrzeugdetails zu überprüfen und präzise Prämien zu berechnen
  • Rückrufverfolgung — Hersteller nutzen FINs, um zu ermitteln, welche Fahrzeuge von Sicherheitsrückrufen betroffen sind
  • Zulassung und Registrierung — Behörden validieren FINs bei der Fahrzeugzulassung und der Übertragung des Fahrzeugbriefs

FIN-Dekodierung

Über die Validierung hinaus entnimmt die FIN-Dekodierung den verschlüsselten Zeichen detaillierte Informationen über das Fahrzeug.

  • Position 10 verschlüsselt das Modelljahr — J steht für 2018, K für 2019, L für 2020, M für 2021 und so weiter
  • Position 11 kennzeichnet das Montagewerk, in dem das Fahrzeug gefertigt wurde
  • Die Positionen 12–17 bilden die fortlaufende Produktionsnummer, die für jedes Fahrzeug aus diesem Werk und Modelljahr eindeutig ist

Häufig gestellte Fragen

Warum sind die Buchstaben I, O und Q in FINs ausgeschlossen?

Diese Buchstaben sind ausgeschlossen, weil sie leicht mit den Ziffern 1, 0 bzw. 9 verwechselt werden können. Das verhindert Übertragungsfehler, wenn FINs unter schwierigen Bedingungen gelesen, eingetippt oder gescannt werden.

Haben Motorräder und Anhänger FINs?

Ja. Jedes Kraftfahrzeug, Motorrad, jeder Anhänger oder jedes motorisierte Freizeitfahrzeug, das nach 1981 gefertigt wurde, erhält eine 17-stellige FIN nach demselben Standard ISO 3779.

Können zwei Fahrzeuge dieselbe FIN haben?

Nein. FINs sind so konzipiert, dass sie weltweit eindeutig sind. Teilen sich zwei Fahrzeuge eine FIN, verwendet eines davon wahrscheinlich eine geklonte oder gefälschte Nummer — ein ernstes Warnsignal beim Kauf eines Gebrauchtwagens.

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