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QR-Code-Reader: So scannst und dekodierst du QR-Codes

Veröffentlicht 5 Min. Lesezeit
In diesem Artikel

Was sind QR-Codes?

QR-Codes (Quick-Response-Codes) sind zweidimensionale Barcodes, die 1994 von Denso Wave erfunden wurden. Anders als herkömmliche Barcodes, die Daten in einer Dimension speichern, verwenden QR-Codes eine Matrix aus schwarzen und weißen Quadraten, um Informationen sowohl horizontal als auch vertikal zu codieren. Dadurch können sie deutlich mehr Daten speichern — bis zu 7.089 numerische Zeichen oder 4.296 alphanumerische Zeichen.

QR-Codes verfügen über eine integrierte Fehlerkorrektur mithilfe von Reed-Solomon-Algorithmen, wodurch sie selbst dann noch lesbar bleiben, wenn sie teilweise beschädigt oder verdeckt sind. Diese Robustheit, kombiniert mit ihrer hohen Datenkapazität und schnellen Lesbarkeit, hat QR-Codes allgegenwärtig gemacht — von Produktverpackungen bis hin zu kontaktlosen Zahlungen.

So funktioniert das Lesen von QR-Codes

Ein QR-Code-Reader analysiert ein Bild, um das QR-Code-Muster zu lokalisieren und zu decodieren. Der Vorgang umfasst mehrere Schritte, vom Erkennen der Suchmuster bis zum Extrahieren der codierten Daten.

  • Suchmuster — drei große Quadrate in den Ecken helfen dem Reader, den QR-Code unabhängig von Drehung oder Winkel zu lokalisieren und auszurichten
  • Format- und Versionsinformationen — nahe den Suchmustern codiert, teilen sie dem Reader mit, welche Fehlerkorrekturstufe und welcher Datencodierungsmodus verwendet wurden
  • Datenmodule — die übrigen schwarzen und weißen Quadrate enthalten die eigentlichen codierten Daten, die in einem bestimmten Zickzackmuster gelesen und mit dem jsQR-Algorithmus decodiert werden

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Häufige Einsatzzwecke für QR-Codes

QR-Codes sind aufgrund ihrer Vielseitigkeit und einfachen Handhabung sowohl in Verbraucher- als auch in Unternehmensanwendungen unverzichtbar geworden.

  • URL-Sharing und Marketing — QR-Codes auf Postern, Visitenkarten und Verpackungen verlinken direkt auf Websites und ersparen das Eintippen langer URLs
  • Kontaktlose Zahlungen — mobile Bezahlsysteme wie Apple Pay und Google Pay nutzen QR-Codes für schnelle Transaktionen am Point of Sale
  • Authentifizierung und Zugang — Apps zur Zwei-Faktor-Authentifizierung scannen QR-Codes, um TOTP-Secrets einzurichten, und Veranstaltungstickets verwenden QR-Codes zur Einlasskontrolle

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Daten kann ein QR-Code speichern?

Ein einzelner QR-Code kann bis zu 7.089 numerische Ziffern, 4.296 alphanumerische Zeichen oder 2.953 Byte an Binärdaten speichern. Die tatsächliche Kapazität hängt von der gewählten Fehlerkorrekturstufe ab — eine höhere Fehlerkorrektur verringert die Datenkapazität, verbessert aber die Widerstandsfähigkeit gegen Beschädigungen. Die meisten praktischen QR-Codes speichern URLs oder kurze Texte, die deutlich innerhalb dieser Grenzen liegen.

Können beschädigte QR-Codes noch gescannt werden?

Ja. QR-Codes verwenden die Reed-Solomon-Fehlerkorrektur in vier Stufen: L (7 %), M (15 %), Q (25 %) und H (30 %). Das bedeutet, dass ein QR-Code mit Stufe H bis zu 30 % seiner Datenmodule verlieren und trotzdem korrekt decodiert werden kann. Deshalb funktionieren QR-Codes auch dann, wenn sie auf gebogenen Oberflächen gedruckt oder teilweise verdeckt sind.

Was ist der Unterschied zwischen QR-Codes und herkömmlichen Barcodes?

Herkömmliche Barcodes (wie UPC oder EAN) speichern Daten in einer Dimension über unterschiedlich breite Striche und fassen rund 20 bis 25 Zeichen. QR-Codes speichern Daten in zwei Dimensionen über ein Raster aus Quadraten und fassen Tausende von Zeichen. QR-Codes verfügen zudem über eine Fehlerkorrektur und lassen sich aus jedem Winkel lesen, was sie schneller und zuverlässiger scanbar macht.

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