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ISSN-Validator: Nummern von Zeitschriften prüfen

Veröffentlicht 6 Min. Lesezeit
In diesem Artikel

Was ist eine ISSN?

Eine ISSN (International Standard Serial Number) ist ein 8-stelliger Code zur eindeutigen Kennzeichnung fortlaufender Publikationen wie Fachzeitschriften, Magazine, Zeitungen und Periodika. Verwaltet vom ISSN International Centre in Paris, stellt das System sicher, dass jede fortlaufende Publikation eine unverwechselbare Kennung besitzt.

Anders als ISBNs (die bestimmte Buchausgaben kennzeichnen) kennzeichnen ISSNs einen fortlaufenden Titel als Ganzes. Jedes Medium derselben Publikation erhält seine eigene ISSN — die Print- und die Online-Version einer Fachzeitschrift haben unterschiedliche ISSNs.

Format und Aufbau der ISSN

Eine ISSN besteht aus 8 Ziffern, die in zwei Vierergruppen dargestellt und durch einen Bindestrich getrennt werden: XXXX-XXXY, wobei Y die Prüfziffer ist.

  • Die ersten sieben Ziffern werden vom ISSN-Zentrum fortlaufend vergeben — sie kodieren keinerlei Bedeutung über die Publikation
  • Die achte Ziffer ist eine Prüfziffer, die per Modulo 11 berechnet wird und die Werte 0–9 oder X (für 10) annehmen kann
  • ISSNs werden üblicherweise mit dem Präfix ISSN vor der Nummer angegeben: ISSN 2049-3630

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So funktioniert die ISSN-Prüfung

Die ISSN-Prüfung überprüft das Format und stellt sicher, dass die mathematische Prüfziffer korrekt ist.

  • Formatprüfung — die ISSN muss genau 8 Zeichen enthalten (7 Ziffern plus ein Prüfzeichen), die nach der vierten Ziffer optional durch einen Bindestrich getrennt sind
  • Prüfziffernberechnung — jede der ersten 7 Ziffern wird mit den Gewichten 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2 multipliziert. Die Prüfziffer ist der Wert, der die Summe durch 11 teilbar macht
  • Prüfziffernwerte — ergibt die Restberechnung den Wert 10, wird die Prüfziffer als X dargestellt (nur Großbuchstabe)

Häufige Anwendungsfälle

Die ISSN-Prüfung unterstützt Abläufe in Bibliothekswissenschaft, Verlagswesen und akademischer Forschung.

  • Bibliothekskatalogisierung — Bibliothekarinnen und Bibliothekare nutzen ISSNs, um fortlaufende Bestände zu identifizieren und zu katalogisieren und so Verwechslungen zwischen ähnlich benannten Publikationen zu vermeiden
  • Zitationsdatenbanken — akademische Datenbanken wie Scopus, Web of Science und PubMed verwenden ISSNs, um Zeitschriftenartikel zu indexieren und zu verknüpfen
  • Abonnementverwaltung — Verlage und Zwischenhändler nutzen ISSNs, um die Belieferung und Verlängerung von Abonnements zu verwalten
  • Open-Access-Repositorien — die ISSN dient dazu, Preprints und Open-Access-Artikel mit ihren übergeordneten Fachzeitschriften zu verknüpfen

ISSN-L und Verknüpfung

Die ISSN-L (Linking ISSN) verbindet unterschiedliche Medienversionen derselben fortlaufenden Publikation.

  • Eine einzelne Publikation, die als Print (ISSN für Print) und online (ISSN für Online) verfügbar ist, erhält eine ISSN-L, die beide verknüpft
  • Die ISSN-L ist üblicherweise die ISSN des zuerst veröffentlichten Mediums — sie dient als kanonische Kennung
  • Die ISSN-L ermöglicht formatübergreifendes Auffinden: Eine Suche über die ISSN-L liefert alle Medienversionen der Publikation

Häufig gestellte Fragen

Braucht jeder Blog oder jede Website eine ISSN?

Nein. ISSNs sind für fortlaufende Publikationen mit klarem redaktionellem Prozess gedacht — Fachzeitschriften, Magazine, Zeitungen, Jahresberichte. Persönliche Blogs, Unternehmenswebsites und einmalige Veröffentlichungen kommen für die Zuweisung einer ISSN nicht infrage.

Kann eine ISSN X als letzte Ziffer haben?

Ja. Wie bei der ISBN-10 wird die ISSN-Prüfziffer per Modulo 11 berechnet. Ergibt die Prüfziffernberechnung den Wert 10, wird er als X dargestellt. Beispielsweise ist ISSN 0378-595X eine gültige ISSN.

Wie erhalte ich eine ISSN für meine Publikation?

Beantragen Sie sie über Ihr nationales ISSN-Zentrum. Der Antrag ist in den meisten Ländern kostenlos. Sie müssen Angaben zu Titel, Verlag, Erscheinungshäufigkeit und Medium (Print oder Online) der Publikation machen.

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